In regelmäßigen Abständen finden bei uns Autor*innen-Lesungen statt. Im Anschluss an die Lesungen laden wir zum Verweilen ein: Bücher schmökern, Wein trinken. Wer selbst einmal bei uns lesen möchte, der sendet bitte eine E-Mail mit Leseprobe an lesung@morgenstern-berlin.de

Die nächsten Termine

 

————————————  DEZEMBER  ————————————

 

Freitag, 14.12. um 19.30 Uhr: Rainer Schildberger – Ein Sonntag zuviel (Erzählungen)

Das große Kaufhaus wird über Nacht von Rosen überwuchert. Einer auf dem Friedhof behauptet, nicht tot zu sein. Und der Alte aus der Nachbarschaft glaubt, das Wetter beeinflussen zu können. Rainer Schildberger entführt in Zwischenwelten, aus denen uns vieles bekannt vorkommt – und doch ist hier alles ganz, ganz anders. Neun brandneue Erzählungen. Schräg und doppelbödig.

Ähnlich umwerfend wie schon sein Roman »Der Einflüsterer», stürzt uns »Ein Sonntag zuviel» aus der anfänglich vertrauten Welt kopfüber ins Bodenlose. Das macht richtig Spaß! Auch wenn nicht immer klar wird, ob wir das alles verstanden oder uns schlicht im Netz kurioser Gestalten und Begebenheiten verfangen haben. Wer sich auf diese höchst amüsanten Geschichten einlässt, wird am Ende die Stadt, ja vielleicht sogar sein Leben mit anderen Augen sehen. Ein wilder Ritt durch unsere Gedankenwelten.

Mehr zum Buch und dem Autor hier im Web

 

————————————  JANUAR  ————————————

 

Freitag, 11.01. um 19.30 Uhr: Andreas von Klewitz – Café Vaterland. Roman zweier Brüder. Autorenlesung zum 100. Jahrestag des Spartakusaufstandes

»Café Vaterland« spielt in Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts. Hauptpersonen sind die Geschwister Oskar und Maximilian von Kraucha, die, zusammen in der ländlichen Idylle ihres Elternhauses aufgewachsen, durch die Ereignisse ihrer Zeit gespalten werden. Oskar, der Ältere, kämpft im Ersten Weltkrieg an der Westfront, Maximilian, der Jüngere, im Osten. Ihre Erlebnisse, die Weise, wie sie das Grauen des Kriegsalltags zu verarbeiten versuchen, bilden den Nährboden für den Konflikt, bei dem die Liebe Maximilians zu Emily Senftenberger, der Tochter eines jüdischen Psychiaters, eine Schlüsselrolle spielt. Emily, im Geist der Aufklärung und Toleranz erzogen, unterstützt ihren späteren Verlobten Maximilian in seiner pazifistischen Weltsicht, deren Prinzipien sich jedoch mit den vaterländischen Idealen des älteren Bruders nicht vereinbaren lassen. Dessen Eifersucht führt schließlich zu einer endgültigen Entzweiung, die während der Spartakusunruhen im Januar 1919 in einen Mord mündet.

Der Roman zeigt die Komplexität der Ereignisse nach dem Abdanken Kaiser Wilhelms II., die Schwäche der jungen Republik und deren Bedrohung durch radikale Elemente des linken und rechten Lagers. Er illustriert eine Epoche, die den aufkommenden Nationalsozialismus mitprägen sollte – die Geburt der Weimarer Republik.

Andreas von Klewitz: 1960 in Wiesbaden geboren, aufgewachsen in Zagreb, Kopenhagen und Berlin, Studium der Slawistik und Ost- und Südosteuropäischen Geschichte (M.A.), freischaffender Publizist und Übersetzer, mehrere Filme und Bücher zu zeitgeschichtlichen und kulturellen Themen, darunter zum Widerstand in NS-Deutschland, zum Holocaust und zu alliierten Kriegsverbrecherprozessen. Diverse Kurzgeschichten, u. a. bei dtv, im Herbst 2004 Veröffentlichung des ersten Romans „Das Lied des Polyphem“ im Berliner Parthas Verlag.


Freitag, 25.01. um 19.30 Uhr: Dorothea Stockmar, Malerin und Buchautorin trägt vor zum Thema: Reifen Sie schon oder altern Sie noch?  begleitet von Vitaliy Shal, Gitarrensolist und Kammermusiker unter dem Motto Bach meets Beatles

„Will you still need me, will you still feed me when I’m 64” sangen die Beatles einst. Was würden sie heute singen, da der Anteil der über 60 Jährigen stetig zugenommen hat? Wer zunehmend von älteren Menschen umgeben ist, wird nicht umhin kommen, sich mit dem eigenen Älterwerden auseinanderzusetzen. Packen wir es an und widmen uns, begleitet von klingenden Saiten, der Frage, was „Reifen“ für uns heute bedeutet.

Mehr zur Buchautorin und Künstlerin unter www.stockmar-kunst.de

Bei seiner regen Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker begeistert der mehrfache Preisträger von nationalen und internationalen Wettbewerben Vitaly Shal mit seiner virtuosen und leidenschaftlichen Spielweise, die eine tiefgründige Liebe zur Musik verrät.

 

 

 

————————————  FEBRUAR  ————————————

 

Freitag, 01.02. um 19.30 Uhr: Lena Dahlen – Berliner Tango

„Genau hier, beim Tango finde ich meinen Traummann“, ist sich die Ich-Erzählerin zu Beginn des Buches überraschend sicher: Lena Dahlen, 39 Jahre alt, brünett, groß, schlank, Berlinerin, von Beruf Autorin und Single. Der sehr private Blick hinter die Kulissen erzählt von Momenten und Begegnungen, Erlebtes mischt sich mit Fiktivem. Wie bei der Sache mit Caruso, diesem Bild von einem Mann und großartigen Tänzer, der sie bei ihren ersten Schritten begleitet, zufällig! Lena meistert unverhoffte Auf’s und Ab’s, bis sie diese Kunstpostkarte in ihrem Briefkasten findet.

Es geht um das Miteinander in Beziehungen, dabei macht es keinen Unterschied, ob es der Tango oder das wahre Leben ist. Beim Tango geht es nur einfach schneller, da gibt man sich das Ja-Wort für 3×3 Minuten. Ergibt viel Potential schon an einem Abend, und in Berlin kann jeder Abend eine Tangonacht sein, also 7 Mal die Woche. Neben dem Tanz lernt Lena eine Menge über die Männer, das Leben und am Ende sich selbst. Kommt sie dabei ihrem Ziel näher? Offen, authentisch und augenzwinckernd erzählt.

Mehr zur Autorin unter www.lenadahlen.com


Freitag, 08.02. um 19.30 Uhr: Die Barthel & der Augustin – Und das Meer so blau
Brecht nicht mit Brecht. Songs, Balladen und Gedichten von Bertolt Brecht.

Vielen Menschen sagt Bertolt Brecht eine Menge und sehr vielen sind seine Texte, Dramen und Gedichte gänzlich unbekannt. Dabei sind sie auch heute noch sehr aktuell und über historische Auseinandersetzung und politische Theorie hinaus höchst konkret, kraftvoll und poetisch ansprechend. Ein Dichter, der die Menschen liebte und die Gerechtigkeit Brecht nicht mit Brecht.

Brecht auf ins eigenen Denken, Brecht ab das Zweifeln, Brecht ab das Hadern, Brecht aus in Lachen, Brecht ein in Brechts Gedankenwelt und nehmt euch, was euch zusteht und was ihr braucht. Mit Brecht gegen Militarismus, Nationalismus und Krieg.

Und das Meer so blau

Mehr zum Programm und den beiden Künstlern hier im Web