In regelmäßigen Abständen finden bei uns Autor*innen-Lesungen statt. Im Anschluss an die Lesungen laden wir zum Verweilen ein: Bücher schmökern, Wein trinken. Wer selbst einmal bei uns lesen möchte, der sendet bitte eine E-Mail mit Leseprobe an lesung@morgenstern-berlin.de

Die nächsten Termine

 

 


SEPTEMBER

 

Freitag, 14.9. um 19.30 Uhr
Lesung: Martina Kröpelin-Aye – Geschichte einer Tänzerin. Prag – Wien – Berlin.

Irene bricht nach dem Krieg – ganz allein und zu Fuß – von Prag Richtung Wien auf. Irene liebt es, zu tanzen. Wenn sie tanzt, vergisst sie die schwere Zeit des Nationalsozialismus in Prag. Schon mit ihrem Onkel Karl, der sich als Soldat nach dem Ersten Weltkrieg erschoss, hatte die Linie eines unnatürlichen Todes begonnen, die auch vor Vater und Mutter keinen Halt machen sollte. Irene trifft die Tänzerin Mary Wigman und beginnt eine Ausbildung im Freien Tanz. Doch Irene lebt in der DDR, wo die Freien Künste als abgehoben und nicht volksnah gelten. Sie schließt sich der widerständischen Erneuerungsbewegung der Kirche an.

Die Autorin Martina Kröpelin-Aye, geboren 1963, lebt mit ihrer Familie in Berlin. Seit längerem stehen die Lebensgeschichten von Menschen im Mittelpunkt ihrer literarischen Auseinandersetzung, so entstand auch „Geschichte einer Tänzerin. Prag – Wien – Berlin“ auf der Basis von Interviews.


Freitag, 28.9. um 19.30 Uhr
Lesung: John Shreve – Nobel Dylan

Vom Literaturnobelpreisträger Bob Dylan werden Texte aus allen Phasen seines Schaffens gesungen und gelesen.

Der deutsch-amerikanische Sänger und Schriftsteller John Shreve lebt seit mehr als 40 Jahren in Deutschland. Er hat mehrere CDs und Bücher veröffentlicht. Begleitet wird Shreve von der Sängerin und Blues Harp Spielerin Kat Baloun.

Im Web: john-shreve.de


OKTOBER

 

Freitag, 12.10. um 19.30 Uhr            DIESE LESUNG FäLLT LEIDER AUS!
Lesung: Neues von der dahlemer verlagsanstalt – mit Verleger Michael Fischer

Michael Fischer stellt regelmäßig gemeinsam mit Autorinnen und Autoren Neuigkeiten aus seinem in Steglitz angesiedeltem Verlag an. Getreu seinem Verlagsmotto: Seien/Bleiben Sie gespannt!

Mehr zum Verlag hier im Web

 


Freitag, 26.10. um 19.30 Uhr
Lesung: Die Barthel & der Augustin – la Brel. Ein außergewöhnlicher Chansonabend zu Jacques Brel & Francois Villon.

Berauscht von sich und dem Leben sprengte Jacques Brel (*1929) alle Grenzen. In seinen Chansons nahm er das Publikum mit auf seine Reisen und Fluchten, teilte seine Affairen, tiefen Freundschaften, die Suche nach der Kindheit, ebenso wie die Angst vor Alter und Tod. Brel inszenierte sein Leben wie ein Regisseur, begeisterungsfähig, voller Zweifel, großzügig und unerträglich, ein Spieler, ein Verdrängungskünstler, doch vor allem ein schöpferischer Mensch, der sich von anderen inspirieren ließ. So auch von Francois Villon (1431*), geboren im Jahr, in dem Jeanne d’Arc auf dem Scheiterhaufen verbrannte. Wie Brel wuchs auch Villon in einem kirchlichen Haushalt auf, als Ziehsohn eines Paters, der ihm das Studium an der Sorbonne ermöglichte. Und er führte ein wildes Leben in den Straßen und Kaschemmen der von den Engländern besetzten Stadt. Wissenshungrig, spottlustig, genial und schlagkräftig, mehrfach eingekerkert, gefoltert, zum Tode verurteilt, freigelassen, mit Verbannung belegt und mit Anfang 30 spurlos verschwunden.

Maila Barthel bringt als la BREL die Chansons von Jacques Brel auf die Bühne, Frank Augustin (Gesang und Klavier) spürt den Balladen und Texten von Francois Villon nach. Ein Abend der besonderen Art, der die beiden Dichter und Autoren, ihre Außergewöhnlichkeit, ihre Exzessivität und ihre Leidenschaften aufleben lässt.

Mehr zum Duo Die Barthel & Der Augustin hier im Web


NOVEMBER

*** 29. Berliner Märchentage 2018 – Der goldene Faden des Schicksals ***

 

Freitag, 9,11, um 19.30 Uhr: Eibenklang – Die wahre Geschichte des Parzival

1187: Guido de la Garda, Ordensmeister der Templer, wird von einem Übersetzer gerufen. Ein altes Manuskript ist entdeckt worden. Es erzählt von einer christlichen Reliquie und einem Jüngling, der erwählt wurde, sie zu hüten. Eibenklang berichtet in Wort und Klang von der Aventure des Jünglings. Es gibt vorweg eine kurze Einführung in den „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach.

Mehr zur Gruppe Eibenklang hier im Web

Samstag, 10.11. um 19.30 Uhr: Musikalischer Abend mit Vin de Paris

Märchen & Balladen (aus Sco, Eng., Irl, Fra. & USA) die von Mächten, denen selbst die Mächtigen hilflos ausgeliefert sind, handeln und den besten Strategien, derer sich Gräfinnen, Bauern, Seeleute oder Hexen bedienen, um dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen. Mit Susanne Pahde & Stefanie Zill.

Mehr zur Gruppe Vin de Paris hier im Web

Freitag, 16.11. um 19.30 Uhr: Marcantée der Barde – Schicksal, Labsal oder Mühsal?

Knarrend und quietschend dreht sich das Rad des Lebens und bringt Freude und Leid, Liebe und Tod, Probleme und Lösungen mit sich: Marcantée erzählt in ein paar Geschichten musikalisch mit Gitarre und Gesang umwoben, wie sich Menschen mutig, entschlossen und liebevoll zu neuen Ufern begeben.

Mehr zu Markus Virck alias Marcantée der Barde hier im Web

Freitag, 23.11. um 19.30 Uhr: Karin Henkes & Rainer Mensing – Die Stimme der Sehnsucht

Die Menschen zieht es oft fort. An andere Orte oder gleich in ein anderes Leben. Wohin die Sehnsucht führt und wo sie Erfüllung findet, davon erzählen frei Karin Henkes aus Berlin und Rainer Mensing aus Essen in ihren Geschichten.

 

Mehr zum Thema und dem Programm der Märchentage in Berlin