In regelmäßigen Abständen finden bei uns Autor*innen-Lesungen statt. Im Anschluss an die Lesungen laden wir zum Verweilen ein: Bücher schmökern, Wein trinken. Wer selbst einmal bei uns lesen möchte, der sendet bitte eine E-Mail mit Leseprobe an lesung@morgenstern-berlin.de

Die nächsten Termine

 

 

 

———————————— APRIL  ————————————

 

Freitag, 5.4. um 19.30 Uhr: Dinge, die nie ein Mensch gesehen hat – Prof. Engelhard Weigl berichtet in Wort und Bild von einem legendären Fernrohr Galileo Galileis.

Von Justus Sustermans - http://www.nmm.ac.uk/mag/pages/mnuExplore/PaintingDetail.cfm?ID=BHC2700 (originally; archive); see also http://collections.rmg.co.uk/collections/objects/14174.html, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23858

Als Galileo Galilei im Sommer 1609 in Padua innerhalb weniger Wochen das holländische Fernrohr nachbaute und sogleich verbesserte, richtete er das einfache Rohr mit aus Brillengläsern gefertigten Linsen auf den Mond und auf die Milchstraße. Was sah Galilei bei diesem neuen, sensationellen Blick in den Himmel und welche Schlußfolgerungen zog er daraus? Ein Blick, der unsere Welt für immer verändert hat. Wie war dieses Ereignis möglich? Welche Voraussetzungen halfen Galilei dabei?

Aufbauend auf seinem spannenden Sachbuch Instrumente der Neuzeit: Die Entdeckung der modernen Wirklichkeit (Verlag J.B. Metzler) ordnet Prof. Engelhard Weigl Galileis Fernrohr in Wort und Bild in den Kontext der anbrechenden Neuzeit ein.

 


Freitag, 12.4. um 19.30 Uhr: Bea Kemer liest aus ihrem Roman Sollen Wünschen Möglichkeiten

Amelie Steldter fliegt nach Indien, um als Rechtsanwältin einen Transportschaden am Nationalheiligtum Ganga zu regeln. Die zähfließenden Verhandlungen in der ihr fremden Welt und diverse Begegnungen bringen überraschende Wendungen in ihr Leben, das viel zu lange unter der komplizierten Beziehung zu ihren Eltern gelitten hat.

Bea Kemer, 1954 in Bochum geboren, war ursprünglich Zivilrichterin. Seit vielen Jahren ist sie zunehmend, zuletzt ausschließlich, als freiberufliche Autorin, Mediatorin und Familientherapeutin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann in Berlin sowie in Brandenburg. Im September 2012 erschien ihr Erzählband »Starke Bande« Verlag am Schloss. Im März 2014 war sie Mitautorin beim Mosaik-Roman »Brandschatz«, erschienen in der dahlemer verlagsanstalt. Weitere Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften, zum Beispiel in Berlin Crime, Cindigo Verlag 2015.

 


Freitag, 26.4. um 19.30 Uhr: Ila Raven präsentiert große Chansons von Alexandra bis Zarah Leander

Ila Raven, (alias Maila Barthel), präsentiert mit ihrem Pianisten Frank Augustin große Lieder, die berühren. Lieder, von denen manche auch Schlager wurden. Lieder, die das Wichtige im Leben zum Klingen bringen: Die unaufhörliche Suche nach dem eigenen Glück. Davon ließen sich auch die großen Diven und Chansoniers aller Zeiten inspirieren: Alexandra, Charles Aznavour, Dalida, Hildegard Knef, Marlene Dietrich, Harald Juhnke, Mireille Matthieu, Gisela May, Zarah Leander, und andere. Erleben Sie eine musikalische Zeitreise mit Tiefgang und Witz.

Gesang: Ila Raven
Klavier: Frank Augustin

Mehr zu Ila Raven & Frank Augustin hier im Web

 


Samstag, 27.4. um 19.30 Uhr: Morgenstern Literaturquiz. Todernstes Pubquiz bei Bier, Wein & Snacks

Seien es die zotigen Verse Zwinglis beim anonymen Sängerstreit auf der Habsburg,  der gekrümmte Halbsatz beim frühen Tschechow, die offene Bielefeld-Metapher als Ausdruck männlicher Ratlosigkeit bei Ingeborg Bachmann, das fehlende Doppel-S bei Friedrich Dürrenmatt oder die wieder-entdeckten Texte des Buenos Aires Kreises  – Teilnehmende werden gebeten, sich gründlich auf Fragen zu sämtlichen erdenklichen Themen und Bereichen anständiger Literatur vorzubereiten.

Teams von 2-4 Personen

nur mit Anmeldung: lesung@morgenstern-berlin.de

 

 

———————————— MAI  ————————————

 

Freitag, 3.5. um 19.30 Uhr: Manfred Kappeler liest aus seinem Buch Lessings Kiste. Nicolais Plan und das Grimm sche Wörterbuch.

1754 beginnt in Berlin die Freundschaft dreier junger Männer: Friedrich Nicolai (22), Moses Mendelssohn (26) und Gotthold Ephraim Lessing (26) diskutieren im »Gelehrten Kaffeehaus« leidenschaftlich über die Misere der deutschen Literatur. Sie verabreden, zur »Hebung« der deutschen Sprache ein »Allgemeines Deutsches Wörterbuch« zu schaffen. Über die Anfänge zu diesem Werk kamen sie aber nicht hinaus. Lessing verwahrte die Vorarbeiten dazu in einer Kiste, die schließlich verloren ging. Nach Lessings frühem Tod skizzierte Nicolai den Wörterbuch-Plan, in der Hoffnung, dass jüngere Sprachforscher ihn dereinst verwirklichen könnten. Hundert Jahre später veröffentlichten Jacob und Wilhelm Grimm den ersten Band ihres »Allgemeinen Deutschen Wörterbuchs«. In der von Jacob geschriebenen Einleitung zu diesem gewaltigen Werk finden sich die vom »Dreigestirn der Berliner Aufklärung« aus der Kritik an den Wörterbüchern ihrer Zeit entwickelten Kriterien wieder.

Manfred Kappeler ist Sozialpädagoge, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, emeritierter Professor für Sozialpädagogik an der TU Berlin (1989–2005) sowie Sachbuchautor. 2015 erhielt Kappeler für seine Verdienste bei der Aufarbeitung der Geschichte der Heimkindererziehung das Bundesverdienstkreuz.


Donnerstag, 9.5. um 19.30 Uhr: Vorsicht Trolle! Skandinavisches in Wort und Klang mit der Gruppe Eibenklang

Die Gruppe Eibenklang um Märchenerzählerin Silvia Ladewig, Cosima Hoffmann (Drehleier, Dudelsack, Krummhörner, Flöten, Brummtopf…) und Florian Hellbach (Laute, Gitarre, Ukulele…)  statten dem Morgenstern einer ihrer fast schon legendären Besuche ab. Geboten werden dieses Mal Märchen, Sagen und Geschichten aus dem hohen Norden, dazu erklingen nordische Weisen, sowie traditionelle skandinavische Tanzmusik von Långdans bis Polska – gespielt auf der Säckpipa (ein schwedischer Dudelsack), auf Laute, Drehleier und Nyckelharpa (ein schwedisches Streichinstrument).

Special guest: Arne Spekat (Akustikbass)

Infos rund um die Gruppe Eibenklang gibt es hier: www.eibenklang.de


Freitag, 10.5. um 19.30 Uhr: Ursula Haas liest aus ihrem neuen Gedichte-und Poesieband Wortfisch im grünen Aquarium

Sieben Jahre Leben (2010-2017) wird hier in Poesie verpackt. Die Münchner Poetessa Ursula Haas spricht in ihrem Buch Leser an, die sich über eine poetische Wahrnehmung einem menschlich-philosophischen und politischen Zugang öffnen möchten. Im Mittelpunkt stehen „Lebenszeichen und Lebenszeiten“, „Reiseziele“ und „Park- und Gartenvergnügen“ und mit dem Zyklus „Taogedichte. Im Flug“ sucht die Autorin eine Weiterdichtung des 1. Buches Daodejing von Laotse. Zum poetisch-politischen Höhepunkt wird der Zyklus „Prinzipien der Eleminierung“, in dem die heutige Flüchtlingssituation mit Bildern der alten Archegeschichte verdichtet wird.

Ursula Haas hat deutsch-böhmische Wurzeln und lebt in München. Sie studierte Germanistik, Geschichte und Pädagogik. Sie schreibt in den Genres Lyrik, Roman, Erzählung, Theaterstücke und Essay. Als Librettistin wurde sie von Rolf Liebermann durch ihren Roman „Freispruch für Medea (1986) entdeckt. Für ihn, Adriana Hölszky, Paul Engel, Widmar Hader u.a. schrieb und schreibt sie Libretti. Ebenso schreibt sie begleitende Texte für konzertante Opernaufführungen z.B. für das Münchner Kammerorchester, Concerto Köln, Ensemble orchestrale de Paris etc. mit Sprechern wie Dietrich Fischer- Dieskau und Bruno Ganz. Zuletzt erschienen ihre Erzählungen „Busenfreundinnen. Geschichten zu Lust und Brust“ (2014) und Lyrik und Ghasele „Ich kröne dich mit Schnee“, auf den sie den „Nikolaus-Lenau-Preis erhielt.

Infos zur Autorin: www.poetessa.de


Freitag, 24.5. um 19.30 Uhr: Jazz und Lyrik – Bild und Poesie mit Hanno Hartwig, Jenny Schon, Christiane Lenz und Armin Emrich

Hanno Hartwig verbrachte seine Kindheit am Meer, er ist Baumspezialist, die Natur und der weite Himmel, das Meer und die Havel, er lebt in Spandau, sind seine bevorzugten Themen. Er liest aus seinem Gedichtband „Helle Fenster“, der soeben in 2. Auflage erschienen ist.

Jenny Schon ist eine engagierte Lyrikerin, deren Gedichte an politische und literarische Persönlichkeiten erinnern, aber auch Vergänglichkeit und das große Thema Liebe behandeln. Sie liest u.a. aus ihrem Gedichtband „lautes schweigen“, 2018 erschienen.

Christiane Lenz ist Malerpoetin, sie malt Gedichte. Den verschlungenen Pfaden der Sprache folgt sie mit dem Pinsel, setzt Figuren in Beziehung zu dem Vers, den der Leser glücklich entziffert als Teil eines Gedichts von Rose Ausländer oder Rainer Maria Rilke oder Paul Celan.

Armin Emrich beherrscht mehrere Instrumente. Er bevorzugt Gitarre und Mundharmonika, spielt und singt vor allem Jazzstandards und Blues.