In regelmässigen Abständen finden bei uns Autor*innen-Lesungen statt. Im Anschluss an die Lesungen laden wir zum Verweilen ein: Bücher schmökern, Wein trinken. Wer selbst einmal bei uns lesen möchte, der sendet bitte eine E-Mail mit Leseprobe an lesung@morgenstern-berlin.de

Die nächsten Termine

 


MAI

Freitag 11.5. um 19.30 Uhr
Lesung: Andreas von Klewitz – Kegilé. Oder Die seltsame Reise des Kammerdieners Jeremias Grobschmied von Brandenburg nach Afrika

kegileDer Dorfjunge Jeremias Grobschmied reist 1681 als Kammerdiener des Grafen Otto Friedrich von der Gröben nach Westafrika, um die erste brandenburgische Kolonie zu gründen. Unterwegs begegnet er fremden Völkern und Sitten als auch der Sklaverei, die der junge Grobschmied aus tiefster Überzeugung ablehnt, die ihm jedoch durch einen Zufall eine Lebensgefährtin zuführt. Es ist das Eingeborenenmädchen Kegilé. Vom Kapitän der »Kurfürst« für drei Musketen gekauft, durchleidet es an Bord ein wahres Martyrium, aus dem erst Jeremias es befreien kann. Kegilé stirbt und lässt Jeremias mit seinem Sohn allein zurück. Schließlich kann er nach Europa zurückkehren. In Paris erlebt er den Pomp des »Sonnenkönigs«, erfährt aber auch von dessen Protestantenverfolgung. Davon abgestoßen, hilft er einer Hugenottenfamilie bei ihrer Flucht nach Deutschland und kehrt nach sechs Jahren endlich selbst dorthin zurück. Der Roman basiert auf realen Begebenheiten. Während der Held eine ebenso fiktive Figur ist wie das Mädchen Kegilé, sind die bis zur Errichtung der Festung Groß Friedrichsburg geschilderten Begebenheiten teilweise den Aufzeichnungen des Grafen Gröben entnommen.

Zum Autor Andreas von Klewitz


Donnerstag 17.5. um 19.30 Uhr
Lesung mit der Gruppe Eibenklang:  „Ich muss fort…“ – Die Pilgerreise der Hildegunde nach Santiago de Compostela

Eibenklang-FB-CompostelaDie Pest wütet anno 1349 schrecklich in Erfurt. Hildegunde, jüngste Tochter eines alten Grafengeschlechtes, verliert ihre Familie. Als der Sitz der Grafen einer Plünderbande zum Opfer fällt, kann sie nur ihr nacktes Leben retten und findet Unterschlupf im Kloster der Magdalenerinnen. Das adelige Mädchen lernt nun eine andere Welt kennen und hat zum ersten Mal in ihrem Leben einen Traum: eine Pilgerreise. Doch wie kann sie, das mittellose Mädchen, allein auf die gefährliche Wanderschaft gehen? Da schickt ihr das Schicksal unerwartet Hilfe: Das Kloster nimmt für eine Nacht eine Pilgergruppe auf. Es ist ein buntgemischter Haufen, den nur ein Ziel eint: das Grab des Heiligen Jakobus in Santiago de Compostela aufzusuchen. Ein Zeichen göttlicher Fügung! Sie schneidet sich das Haar, kleidet sich wie ein Junge, nennt sich Jakob und schließt sich der Pilgergruppe an. Eine lange und abenteuerliche Wanderung beginnt…

EIBENKLANG erzählt in Wort und Klang die Geschichte von Hildegundes abenteuerlicher Wanderschaft, die als eine echte Pilgerreise ihr Leben verändern wird. Es erklingt Musik, die zu Hildegundes Zeit und entlang der deutschen, französischen und spanischen Pilgerrouten zu hören war: Minnesang und Trobadorweisen, geistliche Lieder (zum Beispiel aus dem Roten Buch von Montserrat) sowie reine Instrumentalmusik des Mittelalters.

Mehr zu Eibenklang hier


Freitag 18.5. um 19.30 Uhr
Lesung: Susanna Piontek – In einer Falte der Welt

piontek_falteMit Altmeister Roald Dahl teilt Susanna Piontek, die seit 2006 als freie Autorin in Michigan (USA) lebt, die rabenschwarze Tusche, im Anspruch unterscheidet man sich. Obwohl auch ihre Geschichten deutlich zum schwarzen Humor tendieren, scheint sie einen anderen literarischen Ton zu suchen, einen »seriöseren« eher.

2015 wurde Piontek von der Gesellschaft für zeitgenössische amerikanische Literatur in deutscher Sprache mit dem SCALG-Lisa und Robert Kahn-Lyrikpreis ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der europäischen Autorenvereinigung »Die Kogge«, des P.E.N.-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland.

Mehr zur Autorin hier bei der dahlemer verlagsanstalt

 


JUNI

Freitag 1.6. um 19.30 Uhr FÄLLT LEIDER AUS!
Krimi-Lesung: Josef Schley – ZentralStadion

Cover ZentralStadionDie ehemaligen `Tennisplätze am Ku´damm` sind seit einer Saison unter neuem Namen wieder eröffnet, als einer der beiden Inhaber ganz in der Nähe der Courts, in der Albrecht-Achilles-Straße, umgebracht wird. Kriminalhauptkommissar Hans Stern vom LKA Berlin und das Team der Ersten Mordkommission übernehmen den Fall.

In seinem neuesten Roman ZentralStadion verknüpft der Berliner Krimi-Autor Josef Schley die Fakten um den Verkauf der ehemaligen Tennisanlage an einen Großinvestor mit der fiktiven Wiederaufnahme des Spielbetriebes auf der komplett restaurierten Sportanlage zu einer spannenden Kriminalgeschichte. Lesestoff, der hochaktuell und nicht nur für die Anwohner im Kiez interessant ist.

Autorenseite von Josef Schley bei Facebook

 

 


Freitag 8.6. um 19.30 Uhr
Lesung: Volker Oppmann – Max Tau und der Neue Verlag. Ein Kapitel deutscher Exilliteraturgeschichte

Der erste Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Max Tau (1897–1976), dessen Freundes- und Bekanntenkreis sich zu Lebzeiten wie das Who-is-Who der Literatur- und Verlagswelt liest, ist heute ein nahezu Unbekannter. Sein Metier als Lektor und Verleger war es, Talente aufzuspüren und erfolgreich zu publizieren; so gilt er unter anderem als Entdecker von Marie-Luise Kaschnitz, Luise Rinser und Wolfgang Koeppen. Frieden und Völkerverständigung waren stets das Ziel seiner Bemühungen. Selbst durch die Erfahrungen der NS-Herrschaft, die ihn ins Exil trieb und eines Großteils seiner Familie beraubte, rückte er nicht von seinen Idealen ab.

In seinem Buch nimmt Volker Oppmann das Programm des Neuen Verlags und Max Taus Rolle als Verleger genauer unter die Lupe. Im Zentrum steht dabei die Analyse von drei Werken, die während der Zeit des Exils entstanden sind und beispielhaft das unmittelbare Zeitgeschehen in einer künstlerischen Bearbeitung thematisieren: die Romane Ich warte auf Wunder von Thomas Theodor Heine, Das Beil von Wandsbek von Arnold Zweig und Simone von Lion Feuchtwanger.

Mehr zum Buch hier beim Verlag Dreiviertelhaus


Samstag 16.6. um 20 Uhr
Lesung (englisch): Bill Taylor – Die alte Harfenmusik Schottlands, Irlands & Wales‘

Bill Taylor FotoBill Taylor gilt als einer der wenigen und ganz großer Kenner altertümlicher Harfenmusik. In seinem Vortrag beschreibt er die Bauweise, Geschichte und Vortragsweise verschiedener Harfen aus Schottland, Irland und Wales. Über seine einzigartige Arbeit und Forschung zu dem Thema berichtete unter anderem auch schon die britische BBC.

Selbstverständlich wird Taylor seinen Vortrag mit vielen Beispielen musikalisch untermalen. Begleitet wird er dabei von Special Guest Nancy Thymm (Gesang). Einen Eindruck von Taylors Musik gibt es  hier bei Youtube.

Offizielle Webseite von Bill Taylor (in Englisch)

 


Freitag 22.6. um 19.30 Uhr
Lesung: Erhard Rothe – Leben mit Musik

Im Mittelpunkt des Buches steht die Stadt Berlin und die Musik, regional wie international, die den gebürtigen Berliner und Autor des Buches  Erhardt Rothe (Jg. 1951) über die Jahre begleitet und beeinflusst hat und die unter den Jugendlichen seiner Generation einen völlig anderen Stellenwert als bei seinen Vorgängern eingenommen haben dürfte Im Fokus der Lesung stehen die längst Geschichte gewordenen legendären Folkkneipen GO-IN und Folkpub und die Künstlerinnen und Künstler dieser Zeit, gespickt mit musikalischen Anekdoten.

Es werden die alten Zeiten wieder zum Leben zu erweck, zumal die Lesung von der Sängerin Stefanie Zill und dem Autor musikalisch eingerahmt wird. Stefanie Zill  kennt die Atmosphäre der Berliner Kleinkunstszene von vielen Konzerten die sie mit den Gruppen Grandma´s Advice, Reely, und als Gast in anderen Formationen erlebt und mitgestaltet hat. Aktuell ist sie Teil des Duos VIN de PARIS, das mit ihren Märchen, Liedern & Balladen auch nicht „ganz“ unbekannt im Cafe Morgenstern ist.

Mehr zu Buch & Autor hier bei czarobuch.de 


Freitag 29.6. um 19.30 Uhr
Lesung: Die Barthel & Der Augustin – bin ich knef? Eine Hommage an Hildegard Knef Ihr Leben, ihre Chansons

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By Rossem, Wim van / Anefo (Nationaal Archief) [CC BY-SA 3.0 nl (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/nl/deed.en)], via Wikimedia Commons

 

Karriere auf Bühne und Leinwand, Hollywood, New York – Hildegard Knef war ein internationaler Star. Hoch gelobt und schwer verrissen in ihrer deutschen Heimat. Trotz ihrer unterschiedlichen Karrieren und dem jahrelangen Leben aus dem Koffer, kehrte sie immer wieder in ihre Stadt zurück: Für immer miteinander verbunden. Berlin und die Knef.

Maila Barthel bringt mit ihrem Pianisten Frank Augustin neben zahlreichen Knef-Chansons den Mythos der Diva auf die Bühne: In knappen, oft widersprüchlichen und sich ergänzenden Dialogen.

Die Barthel & der Augustin