**Voll besetzt: Aktuell können wir keine weiteren Gäste in den Lesekreis aufnehmen**

Jeden ersten Montag im Monat trifft sich um 19.30 Uhr der Lesekreis im Morgenstern.

Bei Fragen oder Anregungen zu unserem Lesekreis wendet euch an

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Bisher gelesene Bücher (Auswahl)

Michel Houellebecq: Serotonin ♦ Irvin D. Yalom: Die Schopenhauer Kur ♦ Albert Camus: Der Fall ♦ Julian Barnes: Flauberts Papagai ♦ Karen Duve:  Fräulein Nettes kurzer Sommer ♦  Lucy Fricke: Takeshis Haut ♦ Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf  ♦ James Baldwin: Von dieser Welt ♦ Daniel Galera: Die Flut ♦ Arno Geiger: Unter der Drachenwand ♦ Lina Meruane: Rot vor Augen ♦ Mohsin Hamid: So wirst du stinkreich im boomenden Asien ♦ Ulla Hahn: Das verborgene Wort ♦ Didier Eribon: Rückkehr nach Reims ♦ Daniel Kehlmann: Tyll ♦ Colum McCann: Der Himmel unter der Stadt ♦ John Lanchester: Kapital ♦ Joachim Meyerhoff:  Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war ♦ Norbert Scheuer: Die Sprache der Vögel ♦ Robert Seethaler: Der Trafikant ♦ L.Doctorow: Ragtime ♦ Eginald Schlattner: der geköpfte Hahn ♦ Hiromi Kawakami: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß ♦ David Vann: Im Schatten des Vaters ♦ Ödön von Horvath: Jugend ohne Gott


Die nächsten Termine

 

 

Montag, 23. September um 19.30 Uhr
Wir unterhalten uns über den Roman Lügenleben von Sayed Kashua

Über Dichtung und Wahrheit… Dies ist der lang erwartete Roman Sayed Kashuas über seine Emigration aus Israel. »Lügenleben« kann dementsprechend als Autofiktion gelesen werden und ist dennoch pure Erfindung: Nach Jahren steinernen Schweigens erhält der Erzähler eine Nachricht seines Vaters: »Bin im Krankenhaus«. Er fliegt sofort nach Hause, um dem Vater beizustehen und um sich mit Familie und Vergangenheit auszusöhnen. Aber warum wurde er einst verstoßen, hat Angst sein Dorf zu betreten, ist in der neuen Heimat aus der ehelichen Wohnung verbannt? Am Bett seines Vaters beginnt er Rechenschaft abzulegen. Aber sein Bericht bleibt trügerisch, so lückenhaft und geschönt wie die Erinnerungen, die der professionelle Memoirenschreiber für seine Kundschaft schrieb … »Klar, präzise, sensationell gut! Und aus eigener Erfahrung – Sayed Kashua« ttt

Mehr zum Roman hier bei Piper

 


Montag, 4. November um 19.30 Uhr
Wir unterhalten uns über den Roman Nacht von Edgar Hilsenrath

Nacht ist der erste Roman Edgar Hilsenraths, er schildert in erschütternder Form den überlebenskampf zweier junger Menschen in einem rumänischen Ghetto. Das Buch war ebenso wie Hilsenraths zweiter Roman »Der Nazi & der Friseur« ein Welterfolg und muss, wie Andreas Graf in der Deutschen Vierteljahresschrift für Literaturwissenaft und Geistesgeschichte betonte, »unter die bedeutendsten Werke der deutschen Nachkriegsliteratur« gerechnet werden. In Dantes Inferno geht es nicht höllischer zu. Zum Wolf gewordene Menschen schlagen sich für eine verfaulte Kartoffel, kämpfen brutal und gerissen um einen elenden Schlafplatz. Ein Jude aus Deutschland beschreibt so, was er als Halbwüchsiger im Zweiten Weltkrieg in einem rumänischen Ghetto erlebt hat.


Wenn der erschütterte Leser Edgar Hilsenraths Ghetto-Roman ‹Nacht› aus der Hand legt, ist er ein anderer geworden. Nur der verblendete, stumpf gebliebene oder brutale Verächter des Leidens kann dieses Epos des Grauens hinnehmen, ohne bis ins Innerste von der Heimsuchung betroffen zu sein. Es ist das Erstaunlichste an diesem Buch, dass es trotz der romanhaften Handlung alle Fakten eines Dokumentarberichtes von nie gekannter Furchtbarkeit und Endgültigkeit vorweist. Peter Jokostra

mehr zu Buch und Autor: hilsenrath.org