Jeden ersten Montag im Monat trifft sich um 19.30 Uhr der Lesekreis im Morgenstern.

Bei Fragen oder Anregungen zu unserem Lesekreis wendet euch an

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Bisher gelesene Bücher (Auswahl)

Michel Houellebecq: Serotonin ♦ Irvin D. Yalom: Die Schopenhauer Kur ♦ Albert Camus: Der Fall ♦ Julian Barnes: Flauberts Papagai ♦ Karen Duve:  Fräulein Nettes kurzer Sommer ♦  Lucy Fricke: Takeshis Haut ♦ Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf  ♦ James Baldwin: Von dieser Welt ♦ Daniel Galera: Die Flut ♦ Arno Geiger: Unter der Drachenwand ♦ Lina Meruane: Rot vor Augen ♦ Mohsin Hamid: So wirst du stinkreich im boomenden Asien ♦ Ulla Hahn: Das verborgene Wort ♦ Didier Eribon: Rückkehr nach Reims ♦ Daniel Kehlmann: Tyll ♦ Colum McCann: Der Himmel unter der Stadt ♦ John Lanchester: Kapital ♦ Joachim Meyerhoff:  Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war ♦ Norbert Scheuer: Die Sprache der Vögel ♦ Robert Seethaler: Der Trafikant ♦ L.Doctorow: Ragtime ♦ Eginald Schlattner: der geköpfte Hahn ♦ Hiromi Kawakami: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß ♦ David Vann: Im Schatten des Vaters ♦ Ödön von Horvath: Jugend ohne Gott


Die nächsten Termine

 

 

Montag, 5. August um 19.30 Uhr
Wir unterhalten uns über den Roman Tess von d´Urbervilles von Thomas Hardy

Das Schicksal meint es nicht gut mit Tess, der jungen Tochter eines Bauern: Von Alec d’’Urberville, ihrem Cousin aus vermeintlich altem Adel, wird sie vergewaltigt und von Pfarrerssohn Angel Clare verstoßen. Der eine ist ein selbstgerechter Egoist, der andere ein intellektueller Moralapostel, beide verfahren mit Tess ganz nach Art ihres prüden Zeitalters. Doch Tess sinnt auf blutige Rache. –

Thomas Hardys Roman stellt die rigide Sexualmoral seiner Zeit mit deutlichen Worten in Frage, was bei seinem Erscheinen 1891 manchem missfiel. Heute zählt‚ Tess‘ unangefochten zu den Klassikern der englischen Literatur.

Mehr zu Buch und Autor hier beim Piper Verlag

 

 


Montag, 2. September um 19.30 Uhr
Wir unterhalten uns über den Roman Frau Jenny Treibel oder »Wo sich Herz zum Herzen find’t« von Theodor Fontane

Die Berliner Kommerzienrätin Jenny Treibel hat einen Hang zum Poetischen und Schwärmerischen – was sie nicht davon abhält, geschickt eine unstandesgemäße Heirat ihres Sohnes zu verhindern.
»Frau Jenny Treibel«, erschienen 1892, gilt als der witzigste Roman Fontanes. »Das herrlichste, was wir haben, ist doch die Sprache«, heißt es im Roman, und in der Tat: Mehr andeutend als ausführend, geben die Dialoge ein klares und umfassendes Bild der Sprechenden und der Welt, in der sie leben.

Fontane verarbeitet hier seine Erfahrungen mit einem Bürgertum, bei dem Ideale und Handeln, moralische Grundsätze und praktisches Entscheiden diametral entgegengesetzt sind. Die Entstehung des Buches war geprägt durch die Querelen um den Vorabdruck von Irrungen, Wirrungen, einem Roman, der von vielen Zeitgenossen wegen der Darstellung einer Liebesbeziehung zwischen einer Plätterin und einem Adligen als anstößig empfunden wurde. Fontane musste erfahren, wie die zeitgenössische Bourgeoisie mit zweierlei Maß urteilte. Außer- und nebeneheliche Liebesverhältnisse wurden durchaus toleriert – in einem Roman wollte man davon allerdings nichts lesen. Kunst sollte abstrakten, „höheren“ Idealen und Zielen dienen und nicht die eigene Lebenswelt mit ihren gesellschaftlichen Unstimmigkeiten und Verwerfungen in Frage stellen. (Wikipedia)

Mehr zum Roman beispielsweise hier bei Suhrkamp/Insel oder hier bei Wikipedia. Den Text findet man online beim Projekt Gutenberg.